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TEAMBUILDING DIGITAL – WELCHE MÖGLICHKEITEN GIBT ES, UM DEN TEAMSPIRIT ZU STÄRKEN?

Teamevents und -aktivitäten waren vor Corona nicht aus dem Arbeitsalltag wegzudenken. Sie waren ein wichtiger Grundbaustein für ein gesundes Teambuilding und eine spannende Abwechslung zum Arbeitsalltag. Doch momentan befinden sich viele Mitarbeiter:innen durch die COVID-19 Situation im Homeoffice und das persönliche Zusammenkommen in den Teams ist auf ein Minimum reduziert.

Umso wichtiger ist es, auch in der heutigen Zeit viel Wert auf Teambuilding und Aktivitäten zu legen – doch wie kann man das online und remote am besten gestalten?
Dafür haben wir hier eine Sammlung an spannenden und abwechslungsreichen Remote- und Onlineaktivitäten vorbereitet. Damit klappt das nächste digitale Offsite oder Teambuilding auch bei Ihnen.

1. Klassische Teambuilding Aktivitäten remote gedacht

Social Beer

Das Social Beer ist eher ein klassischer Ansatz zu einer Remoteaktivität für das Team. Man sucht sich einen Abend, an dem das Team Zeit hat und organisiert für diesen Abend ein sogenanntes “Social Beer”. Der Abend an sich hat kein – oder nur ein kleines – Rahmenprogramm. Hier geht es eher darum den persönlichen und privaten Austausch untereinander zu fördern. Kaltgetränke sind natürlich erwünscht, auch nichtalkoholischer Natur. 

Virtual Book Club

Der Virtual Book Club schafft eine Plattform dafür, sich über fachlich relevante, aber auch über Bücher auszutauschen, die mit der Arbeit nichts zu tun haben. Dabei gibt es zwei Möglichkeiten den Book Club durchzuführen. Entweder stellen alle Teilnehmenden ein Buch vor, das sie momentan lesen und sprechen Empfehlungen aus und diskutieren über ihre Lieblingsbücher. Die andere Möglichkeit wäre, als Book Club gemeinsam eine Lektüre zu selektieren und diese dann kapitelweise zu lesen und im Book Club immer das Kapitel der letzten Woche zu besprechen und intensiv zu diskutieren.

Online Escape Room

Der Escape-Room ist eine beliebte Teambuildingaktivität. Und das zu Recht. Umso besser, dass es jetzt auch sogenannte “Online Escape-Rooms” gibt, die den Spaß eines Escape-Rooms absolut coronakonform und remote an den eigenen Schreibtisch bringen. Man braucht keine besondere Ausstattung, alles, was man für so einen Online Escape-Room braucht, wird vom gängigen Homeoffice-Equipment mehr als abgedeckt. Es gibt diverse Anbieter für solche Online-Escape Rooms – und auch wenn es erst befremdlich wirken mag: Unsere Erfahrungen damit waren sehr spaßige Abende für das ganze Team.

Online Team Dinner

Das Online Team Dinner ist im Prinzip eine Erweiterung des Social Beers. Mit wenig Rahmenprogramm sollen hier Gespräche und der private Austausch im Team gefördert werden. Was das Online Team Dinner vom Social Beer unterscheidet, ist der Dinner-Part. Für den Abend bereiten alle Team-Mitglieder ihr Dinner vor – und essen dieses gemeinsam in einem virtuellen Raum. Wer das Ganze noch ein bisschen spannender machen will, der kann den gemeinsamen Abend schon beim Kochen starten. 

GIF-War

Eine kleine aber spannende Ergänzung an dieser Stelle ist der “GIF-War”. So nutzt man einen Channel in einem IM-Dienst wie bspw. Slack und täglich oder wöchentlich zum Feierabend haben alle Teammitglieder 10 Minuten Zeit gemeinsam das beste GIF zu einem bestimmten Thema zu posten. Wer das Ganze ein wenig ernsthafter betreiben will, kann über Reaktionen auch einen wöchentlichen Gewinner küren und ein Leaderboard einführen.

2. Spielerische Aktivitäten

Risiko

Das Spiel Risiko eignet sich wunderbar, auch langfristig angelegt für eine kleine Teamauszeit vom Arbeitsalltag. Entweder man spielt eine Partie gemeinsam am Stück – vielleicht ja im Rahmen eines Social Beers – oder man legt die Partie so an, dass man jeden Tag pro Person einen Zug ausführen kann, sodass die Partie Risiko zu einem Dauerbrenner im Team wird.

Dungeons and Dragons

Für die Rollenspiel-Fans unter uns eignet sich das Pen-and-Paper Spiel “Dungeons and Dragons” für spannende und vielseitige Teamabende. Die Regeln sind für Anfänger relativ gut verständlich und mit erfahreneren Spielern an der Seite ist eine Menge Spaß vorprogrammiert. Auch hier kann man eine langfristige Kampagne über mehrere Wochen anlegen oder sich dazu entschließen erst einmal nur zwei bis drei Sessions zu spielen. 

Among Us

Among Us hat das Netz im Sturm erobert – und das zurecht. Es ist kurzweilig und ist extrem zugänglich. Während eine Raumschiff-Crew versucht ein Raumschiff im All zu reparieren, sind unter ihnen sogenannte “Imposter”, die versuchen ihren Fortschritt zu sabotieren und die Crew nach und nach zu dezimieren. Wenn die Leiche eines Crewmitgliedes auftaucht, kann ein Notfallmeeting einberufen werden und Personen können aus dem Spiel gewählt werden. Die Crux: Niemand kann sich sicher sein, wer unter ihnen der Verräter ist. Wird die Crew überleben und die Imposter finden oder werden die Imposter sie vorher komplett ausgelöscht haben?

Scribbl.io

Bei Skribbl.io werden abwechselnd Begriffe gezeichnet (bzw. gescribbelt), das Team muss raten, welcher Begriff sich hinter dem Gekritzel verbirgt.
Klingt einfach, ist aber verdammt knifflig, zumal gegen die Uhr gespielt wird.

Bei Skribbl.io Sessions haben wir oft das Phänomen, dass die Teams kein Ende finden und immer “noch eine Runde” spielen wollen.

Virtual Boardgame Group

Für alle (virtuellen) Brettspiele, die auf einer regelmäßigen Basis oder auch einmalig als Event gespielt werden sollen, können sich Interessierte in einer Virtual Boardgame Group austauschen. Hier bespricht man miteinander virtuelle Brettspiele, tauscht Empfehlungen aus oder plant einfach mal eine gemeinsame Runde in einem Spiel der Wahl.

Virtual Game Group

Eine weitere Idee, um Aktivitäten im Unternehmen – auch bereichsübergreifend – im virtuellen Raum zu fördern, ist eine Virtual Game Group. Diese dreht sich rund um den Austausch zum Thema Videospiele und die Planung gemeinsamer Spieleabende. 

Nach unserer praktischen Erfahrung können die oben beschriebenen Teamaktivitäten, gerade in der aktuellen kontaktarmen Zeit, dazu beitragen den Teamspirit aufrecht zu halten bzw. weiter zu verbessern.

Wenn Sie weitere Fragen zur Umsetzung von Online-Teamaktivitäten oder zur erfolgreichen Umsetzung von agilen Projekten haben, kontaktieren Sie uns gerne unter contact@agile-ants.com

TESTEN IN AGILEN PROJEKTEN

Agile Softwareprojekte folgen besonderen Methoden, um Software anwenderzentrisch und iterativ zu entwickeln (ein paar Ansichten zu Sinn und Unsinn agiler Methoden: https://agile-ants.de/2019/11/27/alles-agil-oder-was/). Agiles Arbeiten führt zu schnelle Feedbackzyklen zwischen Entwicklungsteam und Product Owner und damit auch zu häufigen Lieferungen neuer Software Artefakte.

Potentiell produktionsreife Software mit jedem Sprint

In Scrum ist das Ziel jedes Sprints die Umsetzung der User Stories, auf die sich das Team zu Beginn des Sprints committed hat. Somit wird zum Ende jedes Sprints ein Stück Software geliefert, das diese neu umgesetzten Funktionalitäten beinhaltet.

Das bedeutet auch, dass dieses Sprint Artefakt einen Qualitätsanspruch haben sollte, der einem produktionsreifen Zustand entspricht (“potentially shippable”). Um dies zu erreichen, muss das Testen der Software fest in der Entwicklung verankert werden und in der Verantwortlichkeit der Entwicklungsteams liegen.

“Shift left” pattern

Je später im Entwicklungsprozess ein Bug gefunden wird, umso mehr Schaden (Kosten, Projektrisiko, Zeitverzögerungen, Verlust an Reputation) entsteht für das Unternehmen. Organisationen sollten also bestrebt sein, Fehler möglichst früh im Entwicklungsprozess zu finden und beheben. Das klingt zunächst logisch. 

Dennoch organisieren viele, auch agile, Projekte ausgerechnet ihre Testphasen nach dem Wasserfallprinzip: Erst wenn alle zu testenden Lösungsbausteine verfügbar sind finden zwei- bis dreimal jährlich groß angelegte Testvorhaben und komplexe Staging-Orgien statt.

Leider macht man auf diese Weise beim Thema Testen einen Teil der gewonnenen Agilität des Entwicklungsprozesses wieder zunichte. Funktionale Anforderungen werden im jeweiligen Sprint entwickelt und im Sprint Review abgenommen. Das umfangreiche Testen von funktionalen und – insbesondere auch – nichtfunktionalen Anforderungen wird jedoch oft asynchron zum Sprint oder einfach “irgendwann später” gemacht.

Man verschenkt zudem die Möglichkeit, die man durch das häufige Testen kleiner Inkremente hat: Frühzeitiges Erkennen und Beheben von Bugs und Verhinderung von Fehlerkaskaden, also unerkannte Fehler, die Folgefehler mit sich bringen (und deren Analyse meistens aufwendig und zeitraubend ist).
Daher streben agile Teams das “Shift left” Pattern an, also das Heranrücken der Testaktivitäten an den Entwicklungsprozess, der ganz links, also am Anfang einer Iteration steht, daher “Shift left”.

Regressives Testen

Regressives Testen ist ein fester Bestandteil in agilen Projekten. Es bedeutet, dass man bei der Neuimplentierung einer Funktionalität stets überprüft, ob diese Änderung/Erweiterung am Quellcode nicht zu einem anderen Problem führt. Dies gilt auch für Bugfixes, bei denen manchmal ein Fehler behoben wird und gleichzeitig zwei neue Fehler unbeabsichtigt eingebaut werden. 

Die Häufigkeit der Durchführung macht eine Automatisierung dieser Tests zwingend notwendig, um die Schlagzahl der Testdurchläufe realisieren zu können.

Hoher Automatisierungsgrad

Die Anforderungen an eine entwicklungsbegleitende Qualitätssicherung lassen sich am besten mit einem hohen Grad an automatisierten Test- und Deploymentverfahren bedienen. 

Dabei gilt keinesfalls “Viel hilft viel”, man sollte sich stattdessen vorher Gedanken machen, für welche Softwarekomponenten und Akzeptanzkriterien bestimmte Testarten am sinnvollsten sind. Ausserdem sollte die Wiederholbarkeit im Vordergrund stehen, also Tests die voraussichtlich bei jedem neuen Artefakt neu ablaufen werden.

Für die verschiedenen Testarten, z.B.

  • Unit Tests
  • statische und dynamische Codeanalyse
  • Oberflächentests
  • Schnittstellentests
  • Last- & Performancetests
  • Kapazitätstests

gibt es eine Vielzahl von Tools am Markt, sowohl im kommerziellen Bereich, aber auch als Open Source oder Community Projekt. Wir helfen Ihnen gerne bei der herstellerneutralen Auswahl des geeigneten Tools für Ihr Testvorhaben.

Continuous Integration

Meistens werden diese Tools mit Continuous Integration (CI) Werkzeugen wie Jenkins, Octopus oder Bamboo zu sogenannten Pipelines zusammengestöpselt, um automatisiert und regelmässig die Qualität der Software zu überprüfen. In den Pipelines werden der Ablauf der einzelnen Tools und ihre Parametrisierung festgelegt.

Das Starten der Pipeline kann entweder zeitlich gesteuert (z.B. nächtlich) oder ereignisgesteuert (z.B. bei Einchecken von Quellcode im Repository) erfolgen.

In einer erweiterten Variante einer CI-Pipeline kann auch die Auswertung der Testergebnisse anhand von vorher festgelegten Key Performance Indikatoren (KPIs) automatisch erfolgen, sodass ein manueller Eingriff nur bei Abweichung der Ergebnisse von den KPIs erforderlich ist.

Fazit:

Der Vorteil agiler Softwareentwicklung lässt sich nur dann vollständig heben, wenn man auch das Testen der Software agilisiert.

Testautomatisierung ist einer der Schlüssel zum Erfolg, jedoch für sich genommen keine Garantie für eine erfolgreiche agile Qualitätssicherung. Die konzeptionelle Vorarbeit ist nicht zu unterschätzen, zudem muss das Mindset aller am Projekt beteiligten stimmen.

Sollten Sie Rückfragen oder konkrete Anforderungen in den Bereichen “Agiles Testen” oder “Continuous Integration” haben, helfen wir Ihnen gerne mit unserer umfangreichen Projektpraxis in diesem Umfeld. Nehmen Sie gerne einfach Kontakt mit uns auf.